Dezember 2010

30.12.2010| Podestplatz bei San Silvestre (ESP)
Valencia/ Beim diesjährigen 27. Silvesterlauf in der spanischen Küstenstadt
gelingt mir mit einem Platz der Top Five trotz meines Trainingsrückstandes erneut ein glänzendes Resultat. Mit Startnummer 5 gehe ich bei 15000 Teilnehmern über 4800m ins Rennen. Die ausgemachten Straßenläufer machen bereits frühzeitig Druck, um aus Respekt vor uns Mittelstrecklern vorzeitig die Chance der "letzten Meter" zu nehmen. Die Bedingungen sind mit 14°C, einem hervorragend abgesperrten, weihnachten-hellerleuchteten dreispurigen Innenstadtringes und dichtgedrängten, jubelnden Zuschauermassen ideal. Mit den spanischen Läufern Antonio Redolat und Pedro Esteso, zwei 1500m Spezialisten deutlich unter 3:40min, halte ich mich an Platz 10 im Feld. Schließlich gelingt es mir in einem fulminanten Endspurt mit 13:14min das Ziel am Plaza Ayuntamiento als bester Europäer zu erreichen. 3 Sekunden fehlen zum 4 Platzierten dem Marokkaner Abdel Lasri sowie zwei weiteren Marokkanern Hicham Ettachmi und Hassan Abouchar vor dem argentinischen Sieger Miguel Barzola in 12:50min. Weder die Zeit noch den Platz hätte ich für möglich gehalten, aber so gelingt mir in 2010 noch ein versöhnlicher persönlicher Jahresabschluss. Wünsche allen Lesern, die da zu Hause herumrutschen ein fröhlichen Jahresausklang, eine gute Gesundheit und gutes Jahr 2011.

22.12.2010| Cross Comeback (BEL)

Brüssel/Beim internationalen IAAF Permit Cross im Park van Laken melde ich mich mit Platz12 zurück nach sechs Wochen langer Auszeit und einigen Schneekilometern im Dezember. Dazu waren es nicht gerade die besten Trainingsbedingungen bei hohen Minusgeraden und viel Schnee im Harz.
Die winterliche Anreisezeit von neun Stunden mit der DB und ein winterlicher ideal abgesteckter Top-Lauf-Parcour prägten den Neustart. Ich sehe den frischgebackenen Europameister Sergij Lebid auch gegen die kenianische Lauf-truppe siegen und die portugiesische Crossqueen 2010 Jessica Augusto den ungewohnten Verhältnissen Tribut zollen. Mir selbst fehlen beim Cross Court Hommes dann doch 25 Sekunden auf den Sieger und im Sekundentakt noch 10 Sekunden um zu sagen: "Ich bin wieder der alte!" Aber ein tolles Gefühl, es geht schon und mit etwas Training kommt auch der Kopf wieder aus dem Schnee in die Schlagzeilen.
Wünsche allen Usern Frohe Weihnachten!


Oktober 2010

06.11.2010| Crash statt Cross in Pforzheim!
Freitagabend nach fünf Stunden Fahrt zum Sparkassencross in Pforzheim mit Vorfreude angereist. Dem Beine ausschütteln und Einlaufen wird bereits nach weiteren 2 Minuten durch eine Kollision mit einem Motorrad 500m vom Hotel entfernt ein jähes Ende gesetzt. Trauriges Fazit, ich kann erneut nicht laufen - von der Haarspitze über den kleinen Finger bis zum Mittelfuß gibt es kein Körperteil, das nicht lädiert wäre.
Auf der zweispurigen hell erleuchteten Brücke über die Nagold erwischt mich die Unglücksmaschine mittig auf der Fahrbahn - nach Zeugenaussagen macht der Rabe eine riesige Flugkurve und ich finde mich auf dem Bürgersteig wieder. Nach den vierstündigen Untersuchungen und Behandlungen aus dem Unfalldidel heraus kann ich auf eigene Verantwortung gegen Mitternacht das Klinikum-Bett mit dem Hotelbett tauschen. Das Frühstück erlebe ich schon wieder senkrecht auf wackeligen beiden Beinen - Schock: das war das Jahr 2010…
Platzwunde am Kopf genäht, eine Rippe ist gebrochen, die Blutwerte sind top, die multiplen Prellungen und Quetschungen tun weh, der Mittelfuß muss heilen. Aber Organe brauche ich wohl zu Weihnachten keine, die Leber muss allerdings beobachtet werden. Jetzt bin ich weder kaderreif, noch krankenhausreif - einfach nur noch normal und pflegebedürftig!


31.10.2010| Ruck zuck zurück!
Thale/ 44. Harzlauf über 5km wird mit Start-Ziel-Sieg und Streckenbestzeit absolviert. Netto 15:15 Min bleiben die Uhren stehen, da staunte der Veranstalter nicht schlecht, dass seine Crossstrecke zeitlich so kurz war. Erst die Folgezeiten bewiesen Klimawandel ja - Streckenschrumpfung nein! Auf jeden Fall war der Herbstwald bei Topwetter ein echtes Naturschauspiel - auch so kann Crosslaufen Spaß bringen.

27.10.2010| "Vom Winde verweht"

Oldenburg/ Das hatten die Veranstalter vom Oldenburger Citylauf zum Jubiläum anders verdient, denn seit Jahren bemüht man sich bei dem hervorragenden Laufevent im Norden um"klar"e (Martin Klar - Hauptorganisator) und lobenswerte Verhältnisse. Da bin ich mit dem Veranstalter einig, so ein Sauwetter gab es noch nie und trotzdem ist die Laufbilanz prima und das Drum und Dran prächtig organisiert. Dauerregen, Sturmböen und Kälte verhindern leider die Top-Zeiten. Gefühlte 30:03min statt 31:03min sind trotzdem persönliche Bestzeit. Georg Diettrich eine halbe und Stephan Immega 1 ½ Runden sind meine Wegbegleiter auf dem dreimal zu durchlaufenden neuen Rundkurs. Ab der Streckenhälfte habe ich dann bereits die Überrundungen, die im engen Pferdemarktkreisel echt kitzlig sind. Die Überraschungen im Zieleinlauf müssen (fast Sturz und Aufprall) vermieden werden, das hat auch das Orga-Team schon blitzschnell zugesagt. Selbst bei meiner alleinigen Ankunft 45 Sekunden vor Platz 2 und einer weiteren Minute vor dem Drittplatzierten war die Laufgeschwindigkeit nicht ins Ziel zu bringen. Schade die Minutengrenze "wurmt" mich schon ein bisschen.

12.10.2010| OSTERHOLZER KREISBLATT
Johannes Raabe will nach London Zehn-Kilometer-Sieger von Osterholz-Scharmbeck hat die Olympischen Spiele 2012 fest im Visier
Von Karsten Hollmann
Osterholz-Scharmbeck. Ein hohes Ziel hat sich der Sieger des Zehn-Kilometer-Laufes in Osterholz-Scharmbeck, Johannes Raabe von der LG Hannover, gesteckt. Der 23-Jährige will in zwei Jahren an den Olympischen Sommerspielen in London teilnehmen. Der Mann aus Bad Harzburg ist einer der schnellsten deutschen Mittelstreckler und wird in der Jahresbestenliste über die 1500 Meter mit einer Zeit von 3:42 Minuten in den Top-15 in der Bundesrepublik geführt. Johannes Raabe besuchte die Kreisstadt nicht zum ersten Mal. Im vergangenen Jahr war der Teilnehmer der Olympischen Spiele in Peking im Triathlon, Marek Jaskolka, mit seinem neuen Streckenrekord von 32:03 Minuten noch eine Nummer zu groß für Raabe.
Doch in Abwesenheit von Jaskolka reichte es in 33:59 Minuten zum Triumph. Dabei war Raabe im vergangenen Jahr sogar noch 100 Sekunden schneller. Mit 15:45 Minuten hält Johannes Raabe den Streckenrekord über die fünf Kilometer. Die Bestmarke stellte er bereits vor drei Jahren auf. Seine härtesten Konkurrenten um den Sieg über die zehn Kilometer, Andreas Oberschilp sowie Torsten Naue von der LG Bremen-Nord, waren sich bereits vor dem Wettbewerb einig, wer den Lauf gewinnen wird: "Johannes wird das Rennen machen." Raabe überließ Andreas Oberschilp zwar fast über die gesamte Distanz die Führungsarbeit, zog aber am Ende deutlich an seinem Widersacher vorbei. "Andreas ist Langstreckler. Er ist es gewohnt, vorne weg zu laufen", rechtfertigte sich Raabe für seine lange Zurückhaltung auf der Strecke. Der Student der Medieninformatik an der Universität in Wernigerode im Harz hatte bereits als Schüler den 2,5-Kilometer-Lauf in Osterholz-Scharmbeck gewonnen und kehrt immer wieder gerne in die Kreisstadt zurück: "Ich komme immer wieder hierher, weil es mir gut gefällt und sich der Veranstalter sehr viel Mühe gibt." Da nimmt Raabe es auch in Kauf, acht Mal einen Berg hoch laufen zu müssen. Seine Bestzeit über die zehn Kilometer beträgt 31:31 Minuten. In Oldenburg möchte der Youngster diese Bestmarke in Kürze mit einer tiefen 30er Zeit knacken. Bevor Johannes Raabe in Sachen Olympische Spiele so richtig eingreift, möchte er erst mal im kommenden Jahr bei den Deutschen Meisterschaften über die 1500 Meter möglichst eine Medaille abgreifen. Den City-Lauf in Osterholz-Scharmbeck will Raabe aber auch im Rahmen seiner intensiven Vorbereitung auf London weiterhin absolvieren: "Ich werde wiederkommen."

03.10.2010| Mile-PB by Golden Games

Hannover/ Traditionell nutze ich den Einheitstag um über die englische Meile meine Bahnsaison krummabzurunden. Diese Mal starte ich unter der Schirmherrschaft des englischen Königshausesdaheim bei der LG Eintracht Hannover. Gleichwohl ist alles wie auch sonst. Keiner macht auch heute mal zur Teatime Tempo. Im Alleingang, wir sind zu dritt auf der Bahn im Sportpark "Erika-Fisch-Stadion", überrunde ich meine Mitstreiter und erreiche nach etwas mehr als vier Runden in 4:09,32 mit neuer persönlicher Bestzeit das Ziel.
Okay, berauschend ist die herbstige Zeit nicht, aber es fehlt auch der berühmte Edelhase, der mich zumindest bis zur Hälfte hätte begleiten können. Immerhin genau um 10 Sekunden habe ich meine Leistung gesteigert. Ob Ernst August das zum Anlass nimmt, der Queen Elisabeth beim Tee zu berichten? Ach ja und ein Interview darf ich noch beisteuern, von wegen was ich da so alles nach Plan zusammen renne, offenbar besteht da und dort noch Interesse - was geht ab! Einladung: Freitagabend in Helmstedt ist ein schnelles Rennen über 3000m geplant -absolute super Rahmenbedingungen garantiert der Goldene Oktober.


September 2010

13.09.2010| ITA-LUX-NL
Einen Tetrathlon mit besonderer Eigenart absolviere ich vom 9. zum 12. September in Westeuopa. Bereits beim intern. Mailänder Nachtmeeting gelingt es mir als 12ter meine Saisonbestzeit über 1500m auf 3:43,12min zu verbessern. Dabei habe ich etwas Pech, insofern mein französischer Alterskamerad Yoann Kowal eine Runde vor dem Ziel erst "abreißen" lässt und schließlich aufgibt. Immerhin drei Tage später beim Deca Nation belegt er über 1500m Platz 2. Was mir in Mailand wenig hilft, da ich die letzten 400m im Alleingang bestreiten muss. Vorn geht mit Nick Willis (NZL), Diego Ruiz (ESP) und Yusuf Kamel (BRN) die "Post" auf 3:35min ab. Alan Webb gelingt der Durchbruch, fehlte er noch kurzfristig in Königswusterhausen an der Startlinie, ist er wie in Antwerpen sechs Plätze vor mir. Am Samstag in Luxemburg über 3000m im J.F. Kennedy-Stadion ist dann schon keiner mehr vor mir.
Wieder im Alleingang schaffe ich erneut eine Saisonbestzeit in 8:25,03min. Es gelingt mir sogar fast auch den 2ten, nicht ganz eine Minute zurück, und damit das gesamte Feld zu überrunden.Natürlich schaffe ich bei der intern. Bahneröffnung auch den Stadionrekord. Nur 20 Stunden später gehe ich in Hilversum vor den Toren von Amsterdam bei den Arena Games über 800m an den Start. In 1:51,73min verfehle ich nicht nur knapp die erneute Saisonbestzeit sondern verschenke in einem packenden Finish mit 9 Hundertsteln auch den Sieg; aber nun kennen sie mich auch die englischen Viertelmeiler. Immerhin ist die Endgeschwindigkeit auf den letzten 80m höher, als die von Nathan Wake (400m - 46,8). Fazit: Über den Zeitraum von 62 Stunden werden 5300m in drei verschiedenen Distanzen und Ländern in 13:59min gelaufen. Schließlich muss ich die Saison international und zeitenmäßig abrunden, wenigstens ein Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde sollte die Bahnsaison 2010 soweit wert sein. Ist es ein Weltrekord, wenn ja, was ist er wert?


August 2010

28.08.2010 | Nicht mein Wochenende
Antwerpen/Was beim internationalen Meeting in Haldensleben begonnen hat, setzt sich bei der internationalen Antwerpen Athletik Gala fort. Die erzielten Ergebnisse sind nur Mittelmaß. Im gut besetzten 1500m Lauf im belgischen Merksem platziere ich mich auf Platz 6 im Feld der internationalen Konkurrenz. Das Tempo hinter dem Pacemaker kann ich nur bis 700m mitgehen, dann muss ich den späteren Sieger (3:41,16min) Alan Web (USA) und Cornelius Ndiwa (KEN 3:41,96min) ziehen lassen. Im zerrissenen Feld finde ich leider nicht den richtigen Schritt. Schöngeredet, bleiben auch die Anderen rund 6 Sekunden hinter ihren Bestzeiten.
Die Heimreise gerät entsprechend „Ruhr 2010“ durch eine Vollsperrung der Autobahn zur 45 minütigen kulturellen Rundreise in den Innenstädten von Duisburg, Essen und Wattenscheid. Bei der Aufholjagd bin ich blitzschnell und bekomme wohl das Siegerfoto hinterhergeschickt.

20.08.2010 | Nur Wusterhausen
K.Wusterhausen/Der kleine Bruder vom großen ISTAF war diesmal nicht top und König über 1500m bin ich auch nicht geworden. Mit Platz 2 hinter dem Canadier Geoffrey Martinson in 3:44,75min entschied der Hauch von 7/100steln über den Sieg. Das war aber auch schon alles, denn aus dem vorgemeldeten Feld waren immerhin 5 der Topläufer urplötzlich nicht an der Startlinie. Wie kann es passieren, dass eine irreführende Startliste 30min vor dem Start ausgehängt wird? Der Trost einer fast neuen SB ist ein Nix, vor dem was an diesem Abend möglich gewesen wäre - immerhin war ich auf ein schnelles Rennen eingestellt. Verblieb ein kenianischer Tempomacher und ein zögerliches Feld ohne Orientierungsbogen.

16.08.2010| Laufzirkus on tour
CZ/AUT Die Aussage eines jungen Österreichers:"Johannes ist hier bekannt,
als wenn er ein Österreicher wäre"brachte am Sonntagabend Stimmung in das Andorfer Stadion. Kurz zuvor habe ich die Tribüne zum Brodeln gebracht. Im 1000m-Lauf missacht ein unbekannter Kenianer den Tempomacher und läuft die Runde 200m -600m in 53 Sekunden. Scheinbar abgeschlagen rund 60m dahinter an der Spitze des Feldes, realisiere ich erst im Spurt ab 800m die Aufholjagd - auf der Zielgeraden fliege ich an den Führenden heran, der sich gerade mal 6 Zehntel vor der tobenden Tribüne ins Ziel retten kann.
Die Siegerzeit von 2:28,19min ist bei dem unrythmischen, von etwas böigem Wind beeinträchtigten Rennen unrelevant. Unter den Zuschauern befindet sich auch der ehemalige DLV-Sportdirektor Jürgen Mallow, der seinen Alterssitz inzwischen nach Wien verlegt hat. Tags zuvor spielt die Zeit von 1:50,89min über 800m schon eine Rolle. In Novo Mestro kann ich leider nur als 4ter, eine neue persönliche Bestzeit laufen. Im Viererpack muss ich erst auf der Zielgeraden kurz abreißen lassen, um dann wieder in den Kampf um Platz 3 einzugreifen. Erneut gewinnt ein Kenianer Cornelius Ndiwa (1:48,92min) vor den beiden slowakischen Barcelona EM-Teilnehmern über 800m Jozef Replik und Jozef Pelikan in 1:49,51/1:49,85min.
Zur Zeit bin ich auf dem Weg zum bezeichnenden Filmdreh "Take the bus" um bereits am Wochenende in Königs Wusterhausen erneut ins Wettkampfgeschehen über 1500m einzugreifen.

08.08.2010 | Top 2 trotz Regen
Amsterdam Open/ Die Verhältnisse am Zaterdag 7 augustus hätten bei der Schwimm-EM
in Ungarn bestens Bestand gehabt. Trotzdem konnte ich mit Platz 2, umrahmt von Ryan Vail (USA) und dem Britten Garry Bristow auf Platz 3 ein knappes Rennen in neuer Saisonbestzeit von 3:44,59min bestreiten. Hinter dem haas/pace Rene Stokvis entwickelt sich bis 1000m ein guter Rennverlauf, bei dem sich bereits bei 600m das Treppchen heraus kristallisiert. Daniel Gruber (Emstal Dörpen) rundet auf Platz 5 in 3:46,72min ein gutes Ergebnis für Deutschland in der Pfütze des Olympistadions ab.

05.08.2010 | Meets holiday in august
Nach dem Feriensportfest in Garbsen/Niedersachsen über 1000m liefen jetzt die 1000m in Sondershausen in Thüringen ab. Mit den Zeiten von 2:28,80min und 2:26,09min kann ich mich irgendwie nicht zufrieden geben. Speziell in Sondershausen bringt das Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenzduo über 800m Sören Ludoph und Robin Schembera (Sieger in 2:22,81min) sowie Christopher Lohse und Arthur Lenz nicht annährend eine Zeit im erwarteten Bestbereich, da sich die Konkurrenz belauert und ich bereits bei 100m und später bei 600m mit hefigen Stolperern schief im Läuferfeld liege.
Abgehakt, geht es weiter kreuz und quer zu den Amsterdam Open, erneut nach Tschechien und einen Abstecher in die Urlaubsregion Österreich. Abwechsend zur heimischen Konkurrenz will ich mich ohne Selbstvertrauen der ausländischen Konkurrenz nebst einigen Athleten aus Kenia und Ethopien über 800m bis 1500m stellen. Pünktlich zum Stadionfest in Königswusterhausen/Berlin bin ich dann wieder zurück, um endlich irgendwie eine neue Bestzeit zu laufen.
Zwischendurch spiele ich noch in dem vielsagenden Film "Take the bus" die Hauptrolle und den eigenen Regisseur (Semesterarbeit).


April 2010

28.04.2010 | Heimatliche Seriensiege
Getreu dem Motto - anfangen, wo man aufgehört hat,starte ich wie in den vergangenen Jahren mit Erfolgen bei den Altstadtläufen in Goslar und Osterode. Dennoch gibt es einige Kuriositäten, die die Läufe in diesem Jahr anders erscheinen lassen. Über 10km in Goslar spielt beim Start-Ziel-Sieg von vornherein die Zeit eine Rolle. Auf den vier 2,5km Schleifen gelingt quasi der Streckenrekord, da die Laufzeit mit 31:52min zwar 3 Sekunden über dem alten Streckenrekord von Mario Burger liegt, aber die Strecke um eine Marktplatzquerung länger ist. Dabei überhole ich das Läuferfeld bis auf 7 Läufer.
In Osterode wird der "Spieß umgekehrt". Ich starte als Letzter mit einem Handicap von einer Marktplatzlänge. In der Stadt Osterode wird nämlich nach der Kirchturmuhr gestartet und die liegt 3 Minuten vor der mitteleuropäischen Ortszeit. Auf Grund des von mir "verpassten Starts", konnte ich nunmehr gleich das gesamte Feld von hinten aufrollen. Über 5500m verfehle ich mit 16:48min meinen eigenen Streckenrekord ebenfalls um 3 Sekunden.
Fazit: Bis auf einige Abstimmungen kann die Saison so weiterlaufen.


März 2010

14.03.2010 | Wasa statt Doha"
Celle/ Auch ich hatte meine Wüste, nur statt Hitze wie gewohnt Regen und Kälte. Na - und was macht man da, laufen...
Also auf wie bei einem Staatsempfang, ein Führungsauto und ein Motoradeskorte durch zwei Polizisten - Ziel Richtung Schloss - hinter mir "keiner" (1min)...
Nach 14:48 min anhalten zum Interview. Wie,...ja - Streckenrekord über 5km. Mir ist jetzt auch etwas wärmer, aber immer noch viel zu kalt mit dem Tief aus Südschweden. Fragt der Reporter: "Was machen Sie jetzt?" Na, was wohl, nichts wie weg, dahin wo es wärmer ist!

08.03.2010 | Am Treppchen "vorbei genagelt"
Stockach/Bodensee
Seit Ende November ist die Cross DM über 3,4km (Männer-Mittelstrecke) das erste nationale Rennen auf
deutschem Boden. In dem zögerlichen Rennen bin ich im Vorderfeld nie schlechter als Platz 5. Insofern ist der Rennausgang mit Platz 5 neben dem Treppchen Schlangen, Müller und Orth völlig in Ordnung. Wobei nach den verschiedenen Rennaussagen durchaus auch Platz 2, zehn Sekunden entfernt, möglich gewesen wäre. Geschuldet ist nach den Äußerungen der Athleten die Problematik den diffizilen Bodenverhältnissen nach dem Nassschnee vor und in dem Rennen. Angeblich gab es vor Ort eine Materialschlacht, ein wesentliches Thema war die Länge der Spikenägel!
So hatte der Sieger 50% längere Spikedornen als der Zweite mit 9mm "Nägeln". Dem entsprechend war er mit dem "Gripp" und dem Druckmachen in den vielen gezogenen Kurven nicht zufrieden. Mit der kürzeren Spikesvariante war auch ich unterwegs, allerdings merkte ich spätestens beim Zielspurt, dass mir beim Pokerspiel 3 von 10 Assen fehlten (siehe Bild).
Offensichtlich haben sich die adidas-Spikes auf den vier Holzbrückenpassagen "schiefgelacht", schließlich
hätte der Ausrichter dort seinem Mulch besser platziert. Ebenso wie auch die sechs Strohballen, die nur zeitweilig in der Strecke lagen, bevor sie von den einzigen Zuschauern zu Sitzplätzen umfunktioniert worden.
Wünschenswert wäre auch ein durchgängig höheres Renntempo gewesen, was mithin die Möglichkeit eröffnet hätte, dass Carsten Schlangen und Wolfram Müller sich nicht mehr in der Spitzengruppe hätten einfinden können.
Vorbei ist auch die Totentanz ähnliche Siegerehrung, die nicht der Zielstellung entsprach. Aber das können nur die Anwesenden bzw. eventuelle Bilder belegen. Videoclip auf leichtathletik.de

Februar 2010

15.02.2010 | "Schlimma - geht's nimma!"

Dour/ Bel Stell dir vor ein Landstrich irgendwo zwischen Brüssel und Paris. Es hat seit Tagen geregnet, die Gegend ist trist, ausgemergelt am letzten Februartag des Jahres 2010. Eine 1600m lange Crossrunde ist abgesteckt auf einem steinigen Wiesengelände gleich neben den ärmlich wirkenden Backsteinbauten einer walonischen Kleinstadt. Eine dunkle Kohlenhalde ist mit einbezogen. Pfützen, schlamiger Untergrund, rutschig-matschige Anstiege und Bergabpassagen bilden die Laufrille für unterschiedliche Laufgruppen seit 11:20 Uhr. Es ist 13:45 Uhr der Start der kurzen Crossstrecke über 2 Runden steht an. Just fegt Xynthia heran. War alles bis eben noch normal, nun ducken sich selbst die Häuserfronten vor der Wucht des Unwetters. 92 Läufer schütteln sich frierend an der Startlinie. Eine Aufwärmung gerät zur Farce, einzig der Gedanke an ein Los hält die Menge an der Startlinie zusammen. Wer einmal draußen ist, will es hinter sich bringen. Regenschauer und Sturmböen jagen in die Läuferschar, bis der Startschuss sie selbst auseinander jagen lässt. Mitten hinein in das Chaos aus umstürzenden Absperrungen und wehenden Flaterbändern nimmt jeder den Kampf gegen die Naturgewalten, den Gegner und sich selbst auf. Hin und her geworfen wie ein Spielball einzig dem Ziel entgegen - selbst als Speerspitze vorweg. Stellt sich schon fast die Frage, wer gewinnt die Oberhand der Dreck von unten oder das Duschen von oben? Könnte das Ganze der Lächerlichkeit preisgeben, wäre da nicht der Schmerz im Gesicht, denn statt Regen ist es Hagel, wäre da nicht der Konkurrent direkt vor einem. Der Traum von der verpassten Chance auf einen besseren Platz! Zielgasse, 11:13 Minuten Stimmengewirr, Schulterklopfen und von irgendwo ein Handtuch, eine Jacke, immer noch die Mütze auf, die Handschuh an. Alles pitschnass und real hässlich - aber glücklich Platz drei - Treppchen. Wiedereintauchen in die schwitzende und nasse Menschenmenge des Organisationszeltes, mit der Frage: Warum ist das so und nicht anders?


15.02.2010 | Erfolgreich vorbeigerutscht
Hannut/ Sonntag 13:45 Uhr kann die aufsteigende Crossform zum 2. ten Mal beim belgischen Cross Cup getestet werden. Wer kann ahnen, dass auch bei den Niedersächsischen Meisterschaften eine internationale Beteiligung vorliegt. So rutsche ich über winterliche Straßen an Löningen vorbei und starte über den kurzen Cross von 2900m in Hannut.
In einer engen Fünfergruppe geht der Sieg schließlich an den U-20 Europameister aus Dublin Jeroem d'Hoedt in 8:16min. Im fünf Sekunden-Takt folgen Tom van Rooy und Wesley de Kerpel. Um machbare 2 Sekunden rutsche ich auch am "Treppchen" vorbei. Mario van Waeyenberghe hat diesmal mit 8:35min keine Chance.

01.02.2010 | In Deutschland aus dem Verkehr gezogen!

Ekeren/ "Onder ons" 2010 fängt ja gut an. Beim "coming back" von einem belgischen Crosslauf in Antwerpen stoppt mich die deutsche Bundespolizei mit unserem Rennauto beim Grenzübertritt einfach so zur Routinekontrolle: "Pass,Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!" Nach 20 Minuten bangen Überprüfens bin ich dann wieder frei. Grund der Untersuchung: "Einfach mal so!" - das war eigentlich auch der Grund, weshalb ich in Belgien Veldlopen war.

Sportlich gibt es nichts Neues, Belgien war wieder vor Deutschland - genau wie im Dezember im irischen Dublin auch. Allein der Abstand ist mit 9 Sekunden auf der letzten von 5 Runden über 8,3km etwas knapper. Wer es genau wissen möchte, hier der O-Ton des Veranstalters:
"Mario Van Waeyenberghe en Johannes Raabe uit Hannover, snelden reeds in de eerste ronde weg van het drietal, Maarten Bosmans, Nick Van Peborgh en Boris Ogourtsov! Mario was echt te sterk in de laatste ronde en liet een moedig aanklampende Raabe ter plaatse!


Januar 2010

01.01.2010 | Platz 7 - bei Casado-Heimsieg
Crevillente/Der Heimverein von Arturo Casado Marathon Crevillent hat zum San Silvestre über 10km in der Nähe von Alicante geladen. Auf der winkligen mit steilen bergab und bergauf Passagen geprägten Strecke über drei unterschiedliche innerstädtische Schleifen liegt der Streckenrekord bei 30:11min. Eine Warnung die ich bereits am Start beherzige und mit "angezogener Bremse" im Verfolgerfeld auf Platz 15 beginne. Vorne entwickelt sich ein Dreikampf zwischen den zwei Spaniern Jose Rios und Arturo Casado sowie dem Vorjahressieger Miguel Barzola (ARG). Auf der letzten Schleife geliegt es mir, mich in der drittschnellsten Zeit ins Feld von vier marokkanischen Eliteläufern vorzulaufen und damit auf ungewohnten Terrain als 7 Plazierter ein Topresultat zu erreichen.
Insgesamt waren 2 1/2 tausend Starter vor Ort!



Dezenber 2009

31.12.2009 | Feuerwerk in Valencia
Valencia/ Zum 5.ten Mal beim San Silvestre über 4800m dabei - Teilnehmerrekord von über 12000 Läufern bei Temperaturen von 15°C. Start ist um 20:00Uhr inmitten der geschmückten und pulsierten Großstadt vor zigtausend Zuschauern. 13:07min später bin ich hier zurück vom Rundkurs - kurz vor dem Ziel kann ich noch einen Argentinier und den 2.Platzierten Marokkaner des Vorjahres überspurten, d.h. Platz 3 hinter dem Vorjahressieger Javier Carriqueo/ARG (10000m = 28:30min) in 13:05 und dem Lokalmatadoren und Ex-Europameister Jose Antonio Redolat (2009:1500 = 3:35min) in 13:02min.
Es folgt eine phänomenale Siegerehrung der fünf Ersten - ein Fest unter den überraschten Freunden, wobei jeder meine Leistungssteigerung zu den Vorjahren hervorhebt!

22.12.2009 | Jahresausklang
Bad Harzburg/ Schnee- und Kälte stoppen den Start beim CrossCup in Brüssel. Gerne hätte ich mich beim letzten Start 2009 über die kurze Strecke (3000m) in Brüssel für mein Abscheiden in Dublin rehabilitiert. So gab es verkehrstechnische Schwierigkeiten und schließlich hätte ich auf dem Flughafen in Brüssel (Schließung Sonntagnachmittag) festgehangen.
Nun muss ich sehen, wohin es mich, wie jedes Jahr kurz entschlossen, zu einem möglichen Silvesterlauf "schneit"!
Vorab möchte ich mich bei allen Besuchern meiner Homepage bedanken! Ihr könnt noch dieses Jahr die 10000 Marke knacken. Über einen Eintrag ins Gästebuch des 10000 würde ich mich dann freuen und eine Überraschung lasse ich mir noch einfallen.
Ansonsten wünsche ich allen Usern ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und einen guten fröhlichen Start ins neue Jahr 2010!
Gesund bleiben!

15.12.2009 | EM-Cross-Wurm von Dublin
Nun zum Rennverlauf. Schon nach der Einführungsrunde sortierte sich im Feld eine Spitzengruppe mit wechselnden Führungen. Ab DublinÜber 8100m; U23 endet mit der Platzziffer 45 für mich in 26:34 min. Schlecht, gut oder in Ordnung - wer weiß das schon! Die Startphase von der Box in den matschigen Starttrichter hinein in die erste 1000m Runde klappt prima. Mit Übersicht nach vorn etwa auf Platz 18. Es folgt die längste Schleife mit 1680m über den gesamten welligen Parcour in mitten von geschätzten 11000 Zuschauern. Die Spitze von 10 Läufern, u.a. Musa-Kinkal, ist weg, wir (Lenz, Schwiegelshohn und Raabe) sind in einer 20 köpfigen Verfolgergruppe eher am Ende. Es folgen drei weitere Runden über 1538m, wobei alle pro Laufeinheit jeweils um 10 Plätze nach hinten rutschen, erst gegen Mitte der letzten Runde gelingt es wieder Plätze gut zu machen. Insgesamt landet das Team Deutschland mit 137 Punkten auf dem neunten Platz. Das hat man bestimmt besser erwartet.
Die Presse hat wenig über die "U23 men" zu berichten. Scheinbar hatte jedoch fast das ganze Team Probleme. Wenn was nicht läuft, kann mancher aber selbst damit zu Schlagzeilen positiv generieren. Allein mein völlig ungewohntes "Seitenstechen" ab Kilometer zwei scheint keinen zu interessieren. Doch warum sind die anderen U23-Läufer auch unter Niveau gelaufen? Ein raben-schwarzer Tag!
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November 2009

30.11.2009 | Vorgeschmack auf EM in Dublin
Roeselare/Belgien Das lotto-Crossodrom im Diksmuidesteenweg hätte vom Namen her - Vorwarnung sein können. Diksmuids, frei übersetzt, dicker Morast bestimmt über 6 ½ Runden (9,3km) im knöchel- , manchmal wadentiefen Schlamm den Ausgang der deutschen Mannschaftsnomminierung zur Cross-EM am 3. Advent im irischen Dublin.
Das gemeinsame Männer/U23-Rennen ist gezeichnet von wechselnden Gruppierungen. A. Hahn und A. Lenz verzeichnen vergleichsweise einen Leistungssprung. A. Hahn bedrängt S. Uliczka mit Platz 5 und dann A. Hahn auf Platz 8, was zugleich die besten deutschen Platzierungen waren. A. Lenz kann sein forsches Anlaufen gleichmäßig gestalten und rangiert auf Platz 13. In Sichtweite dahinter gestaltet sich im Pulk mit R. Schwarz, F. Schwiegelshohn und mir ein abwechslungs- und führungsreiches Aufeinandertreffen. Gegen Ende der 5 Runde ist bei mir das Laufen plötzlich noch zäher. Im Schierveldestadion beginnt im schieren Sumpf der Fight mit mir selbst. R. Schwarz verabschiedet sich nach vorn, in einer halben Runde verliere ich im Feld 17 Sekunden und F. Schwiegelshohn kommt zurück und distanziert mich. Im Schlussspurt habe ich mich aufgerafft und es reihen sich die Plätze 18-21-23. Von den Männern ist M. Beckmann mal vorne und zurück und schließlich doch vorn auf Platz 17.
Respekt vor allen, die die Schlammschlacht mitgekämpft haben, auch wenn die Positionierung Wünsche offen lässt. Okay, Laufen stelle ich mir in manchen Passagen auch etwas anders vor. Und nach der leichten Erkältung am Anfang der Woche besser so als gar nicht…



23.11.2009 | Geschmackvoll - geschmacklos!
Darmstadt / Eigentlich der 2te Lauf der EM-Qualifikation, aber was wenn das Ergebnis anders aussieht als gewünscht. Die Geschmäcker sind halt verschieden. Nein, da ist nichts schiefgegangen, in Darmstadt konnte ich nahtlos an das prima Ergebnis von Pforzheim anschließen. Platz 4 im internationalen Feld. Musa Roba-Kinkal eilte dem Feld ab Runde 2 von 7 Runden voraus, Platz 2 ging an Christoph Ryffel aus der Schweiz, Platz 3 vier Sekunden vor mir Fynn Schwiegelsohn alles in der 26 Minute über 8,5km, Platz 5 ging an den Österreicher Christian Steinhammer und Platz 6 an Arthur Lenz. Aber wo war der Langstrecken B-Kader? Hahn stieg entnervt aus, Krebs landete abgeschlagen im Mittelfeld, Orth und Pflieger auf den Plätzen um Platz 10 und Matti Markowski kurz davor. Rico Schwarz tauchte gar nicht erst auf und lief in Tilburg auf Platz 3. Coole Nummer nach der Devise alle laufen am Wochenende in Belgien - so als sein nichts gewesen: von wegen renommiertes Crossfestival mit Showdown in Darmstadt in 25. Auflage. Die Kaderschmiede für Irland steht jetzt in Belgien: TT meint, da kommt der neue EU-Ratspräsident Rompuy her - laut "Darmstädter Echo" ein Mann ohne Eitelkeit und der leisen Töne, allerdings löste die Berufung aus der zweiten Reihe Kritik und Spott aus. Also, was bleibt - dran bleiben - am internationalen Flair von wegen der Einschätzung eh Wertschätzung im eigenen Land, getreu dem geschmacklichem Modus: Leistung oder Vitamin B. Wer kennt sich da schon so genau aus? »»TT's Analyse ««

08.11.2009 | EM-Quali Teil 1
Der 1.Wertungslauf zum Deutschen Cross Cup in Pforzheim war eine gelungene "runde Sache". Vom Sportler für Sportler organisiert war der Sparkassen-Cross auch dank Organisator Stephan Hohl eine attraktive Veranstaltung. Der Rundkurs von 6 bzw. 8 Runden für die U23-Junioren und die Männer war nicht wirklich rund und hatte es mit sechs 350 Grad-Wenden und 5 XXL Strohballen hüfthoch und 250cm Breite wahrlich in sich. 30 Mal mussten die Junioren über die Hindernisse, zu denen sich noch ein "Feldherren-Hügel" gesellte.
Nun zum Rennverlauf. Schon nach der Einführungsrunde sortierte sich im Feld eine Spitzengruppe mit wechselnden Führungen. Ab der 2ten Runde schrumpfte die Spitze auf sechs Läufer, kurz zuvor hatte sich Wolfram Müller bei der Bergabpassage verletzt. Nun mehr verschärfte sich das Tempo zunehmend. In der 4ten Runde mussten nacheinander Raabe, Martel und Hahn abreißen lassen. Als Musa Kinkal mit Druck in die Juniorenschlussrunde lief, ging er in Führung und alle Läufer kämpften sich einzeln über den Parcour. In der U23 feierte Musa Kinkal seinen Sieg über Alexander Hahn, der vor dem 3. Platzierten Raabe blieb. Kern und Zermatten für die Schweiz laufend komplettierten den Einlauf. Im bereinigten Männerfeld änderte sich in zwei Runden nichts mehr. Steffen Uliczka vor Sebastian Hallmann und Zelalem Martel lautete hier das Siegertreppchen. Die entsprechende Siegerehrung dürfte das "Merke-Dich" verstärkt haben, im nächsten Jahr eine Neuauflage zu suchen.

01.11.2009 | Krebs gegen Raabe
Berlin/Im Kampf um die Goldene Ananas gewinnt der Krebs im Cross über 9km gegen den Raaben das Spitzenduell.
Nur 3 Sekunden trennen nach einem spannenden Wettkampf über 2 Runden durch den Hauptstadtwald die beiden Konkurrenten. Als die beiden "Tiere" in das überrundete Feld bei Kilometer 7 einbrechen, gelingt Robert Krebs ein entscheidender Vorsprung und somit geht der Sieg beim 46. Cross Country Lauf an den austragenden Verein vom SCC Berlin in 27:49min. Vorübergehend ist der Abstand so groß, dass sich die beiden führenden Läufer im Läuferfeld aus den Augen verlieren. Jedoch kann Raabe bis zur Ziellinie den Abstand noch einmal verkürzen. Im Vergleich zum schnellen Lauf von 2007 im Feld der LG Nord Berlin ist die Laufzeit von Johannes Raabe rund 1 Minute besser. Dritter auf dem Podest wird Brosius Hagen vom Laufclub Potsdam.


Oktober 2009

12.10.2009 | Lehrgeld über 10km
Osterholz-Scharmbeck
TT wollte mir zeigen, wie weit man ohne Training kommt. So startete ich beim Volkslauf in Osterholz-Scharmbeck über 10km gegen den Streckenrekordinhaber und polnischen Triathleten Marek Jaskolka. Voller Elan lief ich in die Falle und beendete das Bummelrennen im Feld nach 500m. 3 von 4 Runden lief ich allein vorweg, ehe der spätere Sieger auf der vorletzten Runde aufschloss. Einer Tempoverschärfung bei 8km konnte ich wegen einer Oberschenkelübersäuerung nicht folgen. Ärgerlich, da die 10km Bestmarke sowohl vom Sieger in 32:02min und mir (32:18min) auf Platz 2 unterboten wurde.
Damit sind 3 Dinge bewiesen, 10km sind nicht 1500m, laufe nie ohne ausreichendes Training Wettkämpfe und höre auf TT.


Juni 2009

18.08.2009 | WM-dabei und mitten drin


Berlin/ Seit Mittwoch im WM-Einsatz - die Einladung und Ausrüstung kommt auf den letzten Drücker, da der DLV alles an eine beliebige, nicht auffindbare Adresse nach Hannover geschickt hat.
Ende gut alles gut - was dann auf mich zukommt, ist mit Emotionen pur und völlig normal zu beschreiben. Länderkampfgewinn mit dem Doppelsieg (Lenz/Raabe) über 1500m entscheidend beeinflusst. Alles läuft als Generalprobe für die Weltmeisterschaften, d.h. mit Nationeneinmarsch, Nationalhymnen, Fernsehbildern, Videoleinwanden und Vorstellungen.
Und dann bin ich mit der Akkreditierung mitten drin im WM-Film. In den Hotels mit Jamaica und USA, auf dem Trainingsstätten mit Kenia und Äthiopien, bei den Eröffnungsveranstaltungen und im Stadion. Ich leide hautnah mit dem Hundertstel-Blackout von Stephan Eberhardt über 1500m, jubele bei Kugelstoß und Siebenkampf über deutsche Medaillen und bin live beim Weltrekord von Usain Bolt in 9,58 Sek. dabei. Selbst beim WM Club 2009 im Deutschen Haus bin ich mit von der Partie. Eine schöne Zeit, aber mein Blick geht nach vorn - da will ich noch einmal hin und möglichst noch schneller. Ergebnisse



09.08.2009 | Een week voor de WK in Berlijn
Amsterdam/Auf den Spuren von Olympia 1928 in Amsterdam
und 1936 in Berlin entwickelt sich die Saison im August 09. Noch "schnell" einen Formtest über 1500m bei den "Open" in NL vor dem Länderkampf gegen Polen/Österreich und Schweiz absolvieren. Im internationalen Teilnehmerfeld mit zehn Nationen besetzt, rangiere ich mit der PB auf Platz 8. Nur knapp auf Platz 4 verpasse ich im Rennen das Treppchen in 3:44,46min. Damit gelingt im Vergleich zu den Vorzeiten eine deutliche Steigerung. Der Sieg geht an Rusell Brown USA (PB 3:37,32min) in 3:41,85min vor dem schnellsten Niederländer Janssen Guus (PB 3:40,77min) in 3:43,17min und dem Spanier Francisco Espana (PB 3:38,68min) in 3:43,85min.

Insgesamt hat der Tagesausflug mit neuer Konkurrenz den Alltag aufgelockert und auch die Hafenserie Wilhelmshaven, Cuxhaven und mit Amsterdam fortgesetzt. Der Länderkampf in fünf Tagen auf blauer Bahn im Olympiastadion gilt dann als ein Wechsel von alt auf neu und zugleich fast als ein Heimspiel vor der Haustür.
Da die Zeiten etwas schneller durchlaufen werden, sind die Olympischen Spiele damals 1948 in London jetzt mit 2012 nicht mehr weit.

23.07.2009 | Berlin rückt näher
Cuxhaven: Top Bedingungen, Top Time, Top Five … so muss das Fazit des German Meetings in Cuxhaven hinterm Deich lauten.
Als Renn 5ter in 3:42,29min verhilft die neue persönliche Bestzeit zu einem Sprung in der Deutschen Bestenlisten an die 5. Stelle und auch das europäische Ranking ist mit Platz 18 eine Würdigung der ansteigenden Formkurve. Das Ende der Fahnenstange scheint aber noch nicht erreicht - an der B-Norm der WM von 3:39,20 zu schnuppern, ist das neue Saisonziel.
Das Rennen in Cuxhaven ist in drei Phasen zu gliedern: Der Startteil bis 600m war tempomäßig in Ordnung, das marokkanische Tempoduo konnte sich nicht absetzen. Der Mittelteil war zu zögerlich. Mein Vereinskamerad Moritz Waldmann führte zwar die Verfolgergruppe an, allerdings ohne Zug nach vorn, d.h. die 1000m mit 2:28/29 korrespondiert eher mit einer Zeit um 3:44min. Insofern ergab sich für den Schlussteil ab 1200m ein Spurtrennen, bei dem ich selbst aktiv mit Überholmanövern eingebunden war, ohne Chance auf verlorene Zeit zu haben.
Die Devise ist: 1 ½ verlorene Verletzungsjahre sind kompensiert, der letzte Schritt wird noch trainiert.

19.07.2009 | Top4 Meeting - 4. Platz
Ried/AUT Beim qualitativ besten Einladungs-Meeting des Österreichischen Leichtathletikverbands (ÖLV) über 800m - Bestzeit erneut bestätigt.
Der ÖLV präsentiert laut Newsletter: "Was für ein Finale!" auf dem Weg nach Berlin mit möglichen Finalisten der LA-WM.
Meine Rechnung über 800m geht nur bis 680m auf - nach einer ungewöhnlichen 50 Minuten Callroomzeit (plötzliche 40 Minuten Zeitverzug) kann ich im Feld dem Tempomacher bis 400m in 52 Sekunden folgen. Selbst bei 600m ist die Zeit in 1:19 Minuten noch super. Leider reißt dann doch die Lücke zum "Stockerl" und die letzten 200m in 32 Sekunden sind verbesserungswürdig. Der Sieg geht in die USA (Jg. 87) 1:47,83 Min, Platz 2 an den 10.ten der Universiade (SVK) und Platz 3 an Australien (Jg. 87) in 1:49,32 Min. Als 4.ter bin ich bester Deutschsprachiger und mit 1:51,99 Min nur knapp an meiner PB vorbei gelaufen.
Ein gelungenes Wochenende mit Perspektive im ungewohnten Terrain und neuer Laufkonkurrenz - Live im ORF zu verfolgen!


06.07.2009 | Im ZDF in der 1. Reihe
Ulm/Deutsche Meisterschaften
Im 1. Vorlauf über 1500m vom späteren Deutschen Meister noch ausgebremst, im Finale mit fast PB in 3:46,96min auf Platz 7 gelandet und nur knapp innerhalb einer Sekunde am Bronzeplatz vorbeigeschrammt.
"Haste gut gemacht!" So das Fazit des Bundestrainers im Donaustadion von Ulm.
Offenbar haben meine Mitstreiter vom Fernsehauftritt erst auf den letzten 400 Metern Wind bekommen. So kann ich mich ungeniert, nur mit Sonnenbrille verkleidet, im Kameralicht ungewohnt als Führender präsentieren. Das nachfolgende Läuferfeld ist prima auf der Videoleinwand zu kontrolieren und Chip gestoppte Zwischenzeiten gibt es gratis dazu.
Zwar verwechselt mich der Internet Live-Ticker bis 800m mit meinem Vereinskollegen von der LG Hannover, immerhin sind vier Niedersachsen im Finale. Aber schließlich ist das "live" und nicht der cb-Funk vom nächsten Tag.
Der vor dem Bildschirm zur besten sonntäglichen Sportsendezeit versammelten Verwandtschaft stockt der Atem. Bei 950m stolpere ich bei einem Kurvenüberholmanöver eines Konkurrenten. Aber bei der Wiederholung des knappen Zieleinlaufes soll ich im Gegensatz zur Konkurrenz schon wieder entspannt gewirkt haben. Natürlich sind wir nur einmal ins Ziel gelaufen, weil uns allen sonst die Luft ausgegangen wäre.
Über meinen urkundlich ausgewiesenen Finalplatz bin ich "happy"!
Mein nächster Start ist in den heimatlichen Gefilden von Osterode über 1000m am 14. Juli. Die Chancen auf einen nächsten Fernsehauftritt sind augenblicklich eher begrenzt!


Juni 2009

30.06.2009 | Fast wie in alten Zeiten!
Göttingen/ Deutscher Vizemeister über 1500m bei den 66. Juniorenmeisterschaften. Nach dem Vorlauf noch auf Platz 4 im Finale von 14 Mitstreitern nun auf Platz 2 vor dem Vorlaufsieger Falko Zauber LG Nord Berlin und hinter dem Magdeburger Arthur Lenz. Bundestrainer Lutz Zauber erinnert sich an die alten Zeiten als in Braunschweig bei der DM 2005 sein Sohn Deutscher A-Jugendmeister vor Raabe und dem Magdeburger Gehrke wurde.
Im Wettkampfgeschehen ist die Zielsetzung schnell klar. Hinter einem aberwitzigen Ausreißer sind im Verfolgerfeld Zauber und Lenz auf mich fixiert. Lediglich den Überholvorgang 200m vor dem Ziel können meine Schatten nutzen, um mich kurz auszubremsen - schließlich der Zielfight.
Immerhin ist die Siegerzeit 16 Sekunden schneller als bei der U23 DM vor zwei Jahren in Hannover. Meine Fans sind völlig aus dem Häuschen, selbst meine Urkunden am Stellplatz gehen weg wie warme Semmeln. Danke für eine Kopie lieber Veranstalter - nun feiert mal schön!



09.06.2008 | Raabe und Regensburg
Endlich passt es wieder, die Gala als Highlight Bayerns mit Herz und Tradition für die Mittelstrecken und laut Moderator, die Form eines aus der Versenkung auftauchenden Jugendstars. 3:45,38min und das Gefühl es geht noch was, verbleiben als Resümee eines Wochenendes zum Wohlfühlen.
Am Freitag scheint noch alles so weiterzulaufen, unerklärlich und so gar nicht nach Geschmack. Die Rechnung pro Wettkampf 3-4 Sekunden ist aufgetan - wann fällt die EM-Norm und jetzt innerhalb von 14 Tagen eine Steigerung um 15 Sekunden.
Apropos Geschmack: Die LG Telis Finanz Regensburg hatte "culinarisch" eingeladen - vor dem Wettkampf gibt es jetzt immer "Pangasius auf Nudeln in Tomatensoße"!
Sonntag geht es ins Uni-Stadion - alles ist angerichtet, durchdacht von der Betreuerkarte bis zum Ergebnisdienst. Die Stimmung wirkt auf alle "rund um", sozusagen Leichtathletik zum Anpacken. Eigentlich wie damals nebenan auf der Crossstrecke - den innerlichen DM-Jubel habe ich an der 1500m Startlinie noch im Hinterkopf und dann fällt auch schon der Startschuss: Im Pulk geht es die ersten 100m wie die Post ab, kein taktieren, eigentlich wollen wieder alle vorne sein. Die Trainer brüllen Zeiten: 29Sek./ 58 Sek./ 2:01Min. "passt jo"! Dann die Glocke für die letzte Runde. Werden denn die Beine heute nicht schwer? Kein Quälen immer noch in der Spitzengruppe? Da schon läuft einer weg, zu weit um sofort folgen zu können. Bleibt nur das Gerangel mit Ricardo und Simon um die Verfolgerposition, mit Siegesgedanken als erster auf die Zielgeraden, doch es bleiben noch zwei Mitstreiter an den Fersen, im Ziel dann knapp auf Platz 2. Hubs, die Anzeige zeigt 3:45,11 min für den Sieger und ich nur Haaresbreite dahinter - Jubel über die neue PB, endlich!
Genau 500km nördlich vorbei an CZ-Grenzübergängen und dem Hermsdorfer Kreuz kommen Gedanken an den angenehmen Aufenthalt - danke Kurt Ring und deinem Team für die Mühe - in Eure Erschöpfung möchte ich sagen, ich komme gern wieder nach neuem Training mit noch besseren Zeiten.


März 2009

22.03.2009 | Zwei-Länder Cross-Out
Frühlingswochenende bei bestem Laufwetter genutzt und Crossstrecken in Thüringen und Sachsen-Anhalt getestet.
Am 21.März Start am Jagdschloss von Sondershausen über 8km (Cup-Lauf) und nach 27:21min das Ziel in einer Zweiergruppe erreicht. Der 19. Possenlauf hatte allerdings in anderer nicht erwarteter Form seine Tücke. Musste ich doch in meinen Warmlaufsachen über einen etwas öden Parcour, da das "Renn-Auto" den Autoschlüssel geschluckt hatte. Ich sollte dann 1½ Stunden fernab von Komfort und warmen Sachen auf die Autoknacker des THW warten.
Am 22. März ging es über fast die doppelte Distanz (14,3km) zur Burgruine Regenstein bei Blankenburg (Cup-Lauf), die Bergwertung wurde inoffiziell vor Christoph Malik (SC Magdeburg) gewonnen. Wieder zu zweit ging es abwechslungsreich fast 10km auf Waldwegen durch die Forst. Laut Trainingsvorgabe war nach 30 Minuten "Schichtwechsel Tempo" angesagt und mein Konkurrent durfte sich selbst um den Streckenrekord kümmern, den er mit 47:38min knapp verfehlte.
Neue Zielstelllung ist das Trainingslager - es liegt südlicher, hat etwas mit Fußball zu tun und vielleicht treffe ich Dieter Baumann oder Wilson Kipketer wieder? Auf der Schatzsuche nach der Form!

14.03.2009 | DM kein Ausreißer
Ingolstadt
Die Deutschen Crossmeisterschaften im Hindenburgpark von Ingolstadt waren geprägt durch sehr gute äußere Bedingungen. Das Streckenprofil hatte einen durchaus ansprechenden Charakter, sowohl geprägt durch abrupte Streckenveränderungen als auch durch weitläufige Passagen.
Auf der Männer Mittelstrecke 3,1km wurde mein Mut zur Lücke schließlich nicht belohnt. Nach einer von drei Runden fand ich mich im Fünferpack mit Müller, Schlangen, Eberhardt und Lohse wieder. Eine plötzliche Tempoverschärfung von Eberhardt in Runde 2 konnte ich erstaunlicherweise nicht mitgehen. Allein laufend bot ich für die nachfolgenden zwei Verfolgergruppen eine ideale Orientierungsmöglichkeit um Anschluss zum enteilten Führungsquartett zu erhalten. Nach der Hälfte des Rennens überliefen mich zunächst Stifel und Orth. Vor dem letzten Hügel in Runde 3 überholten mich pulkartig noch mal 5 Läufer. Auf der langen Zielstrecke über 3 Hürdenhindernisse konnte ich kein Tempo mehr aufnehmen. Nach dem Rennverlauf ein undankbarer 12. Platz, der im Nachherein mit einer passiveren Taktik zu weit mehr hätte führen können.
Insgesamt habe ich mich bei den Männern auch im Hinblick auf den Zeitabstand gut behauptet.
Ergebnisse

12.03.2009 | Triple beim Celler-Wasa-Lauf
Als Formtest für die Deutschen Meisterschaften am kommenden Samstag in Ingolstadt stand eine Überdistanz auf den Trainingsplan. Nach den Jahren 2007 und 2008 nun auch 2009 der Rundkurs durch die Celler Altstadt. Der Straßenlauf über 5-Kilometer hat durch unterschiedliche Untergründe vor allem die Pflasterungen fast Cross-Charakter. Was in diesem Jahr durch die garstigen Witterungsbedingungen noch verschärft wurde. Meine Motivation war auf Sieg programmiert, der mit 1:15 min Vorsprung dann auch recht deutlich ausfiel.
Vergleichbarkeiten mit den Bedingungen zum Teilnehmerfeld und der Konkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften mit 150 Meldungen aus 66 Vereinen dürften kaum gegeben sein. Eine Prognose des Einlaufs mithin im Sekundentakt dürfte äußerst schwierig sein. Nahe zu fast die gesamte deutsche Laufelite ist über Mitteldistanz Männer am Start, um vor der WM in Berlin eine erste Positionierung im Bereich konditioneller Verträglichkeit vor zu nehmen.
Meine Erwartungen liegen im Vorderfeld, aber wer weiß schon, wo das anfängt und aufhört…


02.03.2009 | Johannes Raabe Nordmeister im Cross
Gastkommentar von Siggi Heinrich (Eurosport): "Er kam wie Phonix aus der Asche!"

cb-"In Ludwigsfelde in der Nähe von Potsdam werden am Sonntag die norddeutschen Meisterschaften im Cross-Laufen ausgetragen. Die ganz starken Mittelstreckler und Langstreckenläufer haben sich inzwischen von den Cross-Strecken verabschiedet und bereiten sich auf die Bahn-Saison vor. Chancen auf vordere Plätze haben bei den Männern auf der Langstrecke über neun Kilometer Thomas Bartholome (TSV Kirchdorf) und bei den Frauen über 3,5 Kilometer Nadine Lofski (TuS Wunstorf) sowie Lena Metzlaff (LG Hannover)."
TT-Kommertar: "Ich konnte Dieter Baumann überreden, dass Arne Gabius, statt bei der EM in Turin an den Start zu gehen, sich die Trainingshärte für die WM in Berlin bei den Deutschen Cross- meisterschaften am 15. März holt (siehe www.leichtathletik.de). So wirst du wenigstens nicht allein in Ingolstadt laufen."
Am Wochenende werde ich natürlich meine "Mittel"-mäßigkeit in Ludwigsfelde testen!




Februar 2009

16.02.2009 | NLV-Crosstitel Mittelstrecke Män/Jun
Ostercappeln
Lob und Dank an den Streckenchef
Andreas Wollherr für eine perfekte Wettkampfstrecke mit Stellenwert und Charakter. Leider blieb für seinen Sohn Maik Wollherr (LG Osnabrück) nur Platz zwei in der Männerkonkurrenz.
Nach der Starteinführungsrunde konnte ich mich durch eine kurze Tempoverschärfung bereits frühzeitig absetzen. In der Folge musste jeder über die zwei Runden sein Rennen allein laufen - mit einem kontrollierten, technisch starken Lauf wuchs mein Vorsprung ins Ziel auf 7 Sekunden. Der Zweite hatte dann 8 Sekunden Abstand zu Platz 3. Florian Pehrs (TuS Gildehaus), dem zweitbesten Junioren.
Damit stimmt offensichtlich die Formkurve auf die Deutsche Meisterschaft am 14./15.03 in Ingolstadt.

Die Presseverlautbarung neunmalkluger römischer Vandalen, spiegelten einmal mehr nicht die germanischen Kraftverhältnisse wieder.
"cb" hat keinen Blick für Sieger!

12.02.2009 | Der etwas andere Formtest
Paderborn
Am vergangenen Wochenende wollte TT meine Form für die Niedersächsischen Crosslaufmeisterschaften
am 15. Februar in Ostercappeln testen. Diesmal hatte er sich dafür jedoch eine besondere Wettkampfgestaltung des LC Paderborn herausgesucht und meldete mich für die 6. Paderborner Ahorn-Crosslauf Night.
Das Besondere der Veranstaltung war die Doppelbelastung von Crosslauf und der 1000m Sprintentscheidung auf der Laufbahn. Als erstes mussten die Teilnehmer des Elitecrosslaufs die 2,1km Laufrund im Ahorn-Sportpark zweimal absolvieren. Der Starter schickte das 18-köpfige Starterfeld mit den Wort: "Wer unter die ersten 10 kommt, darf noch einmal in der Halle laufen, die anderen müssen duschen gehen" auf die Strecke. Mit einem kontrollierten Lauf konnte ich gemeinsam mit Jan Mattis Kuhn vom LC Diabü Eschenburg die Ziellinie als erster in 13:43min überqueren. Die anderen 8 Finalisten pokerten um Platz 10, um Kraft für die Hallenentscheidung zu sparen. Durch den Dauerregen und der daraus resultierenden matschigen Strecke lief ich gleich durch in die angrenzende Halle, um mich

im Warmen von den durchnäßten und dreckigen Sachen zu befreien. Eine Stunde nach dem Zieleinlauf hatte ich dann vor dem Start zur 1000m Sprintentscheidung bei der Vorstellung der Finalteilnehmer die Möglichkeit, meine Konkurrenz zu mustern. Dabei blieb mir allerdings nur der Alleingang über die 1000m übrig.
Mit einer Endzeit von 2:30,40min hatte ich im Ziel einen Vorsprung von 4 Sekunden zum Zweitplatzierten Nils Milde vom TSV 1850/09 Korbach. Die Streckenrekorde von 13:32min und 2:30,28min aus den Vorjahren verfehlte ich damit nur sehr knapp.
Am Wochenende wird laut TT mit einer sehr guten Platzierung gerechnet.

01.02.2009 | Hartelijk welkom op Belgian veldlopen
Ekeren/Keerbergen
Auf Einladung von Omer van Noten konnte ich am Samstag in Ekeren/Antwerpen über 8300m starten.
Bereits auf den ersten Metern setzte sich Maarten Bosmans (Jg. 86) von einer sechs köpfigen Läufergruppe ab. Er lief auf der 1600m langen wiesigen Runde einen Vorsprung heraus, der nach der Hälfte des Rennens mehr als 30 Sekunden betrug.
Als ich die Initiative im Verfolgerfeld ergriff, brach die Gruppe auseinander und zum Schluss konnte ich mich über einen zweiten Platz in 25:18 min freuenl. Der Abstand zu Platz eins hatte sich auf nur 6 Sekunden verkürzt. Der Drittplatzierte Bat Verschoren war 16 Sekunden hinter mir.
Das Rundum-Sponsoring des belgischen Masterlaufsportlers und seiner ebenso in der Laufszene bekannten Ehefrau Vicky beinhalte nach der Siegerehrung einen Anschlusstag in ihrer Heimatstadt Keerbergen. Entsprechend fand noch ein gemeinsames Auslaufen am Montag statt, allerdings auf Schnee, den ich von zu Hause über Nacht mitgebracht hatte.


Dezember 2008

31.12.2008 | Norddt. Surfer ungebremst in spanischer Armada
Valencia: Der 25. San Silvestre am 30.12. im spanischen Valencia mit 14000 Teilnehmern war ein Laufspektakel der besonderen Güte.

Eindrucksvoll und prächtig illuminiert, taghell präsentierte sich die spanische Sportmetropole Valencia, bekannt von Formel 1, America's Cup und Fußball im bis zum 6. Januar andauernden Festtrubel. Die Anreise zum Wettkampf mit der Metro war eine ungewohnte Einstimmung. Der fünfspurige Straßenring um die Altstadt war Teil einer schnellen Laufrunde, deren Schlusskilometer im trubelartigen Geschehen einer pulsierenden Großstadt und Tourismusmagneten auf dem "Plaza Ayuntamiento" endete.
Zwar war das Treppchen der besten 5 illusorisch, aber mit Platz 9 unter den Top -Ten habe ich ein glänzendes "come back" geschafft. Die fantastische Zeit von 13:19 Minuten über die 4.700m lange Strecke ist mehr als gut. Nur der argentinische Sieger und Pekingteilnehmer Javier Carriqueo konnte die 13 Minuten knacken. Von Anfang an fühlte ich mich erstaunlicherweise, in einer um hohe Preisgelder bemühten Spitzengruppe mit einem hohen Anteil von Nordafrikanern, wohl. Die erwartete spanische Armada konnte nur zögerlich aufschließen. Gut integriert, ließ ich mich vom internationalen Flair und der eindrucksvollen Stimmung zu der nicht für möglich gehaltenen Zeit und dem Platz tragen.
Zuvor gab es auf einer leichtansteigenden Passage noch ein Verfolgerduell mit zwei Marokkanern, dass ich schließlich im Zielspurt vor mächtiger Kulisse eindeutig für mich entscheiden konnte. Plötzlich kamen mir die Spanier nicht mehr spanisch vor und im Umfeld der Siegerehrung gab es eine Menge Spaß.
Die klimatischen Vorzüge und Laufbedingungen des südlichen Gefildes hatte ich bereits zuvor bildhaft dargestellt. Meine Trainingsgruppe war insgesamt, mit dem marokkanischen Zweitplazierten Hicham Ettaichmi und dem spanischen Ex-Europameister José Antonio Redolat (3:35.04 min/2008) als Drittem, sehr erfolgreich und vom Einlauf her richtig prognostiziert. Nur ich fiel ein wenig aus dem Rahmen.
Das Kapitel eines verletzungsträchtigen Jahres 2008 schließt somit erfolgreich und lässt mit zumindest zwei Highlights: dem Titel eines Deutschen Hochschulmeisters im Februar und dem Auslandsstart zu Silvester einen positiven, - erfolgshungrigen - Blick auf das Jahr 2009 werfen.


Novenber 2008

30.11.2008 | Cross-Doppelerfolg
Das Motto des 3. Bothler Advents-Crosslaufes SEI DABEI - LAUF SCHÖN war nach meiner Meinung am
1. Advent 2008 richtig gewählt.

Klein aber fein. Bestes Crosslauf-Gelände - vielleicht nicht übersichtlich, aber ideales Laufen auf verschiedensten Untergründen von Sand, Laub, Wiesen, Waldboden und Matsch. 15 Anstiege pro Runde, jede Menge Richtungswechsel mit Flatterband, Kreide und Streckenposten abgesichert. 5km "gepflegte" Laufrunde, auf den Meter genau, ohne Stolpersteine!
Dickes Lob an den Veranstalter des TUS Bothel!
Zu meinem Einstand 10:15 Uhr / 5km gemeinsam mit TT bis Kilometer 3, aus der Sandkuhle beim 4 Kilometer 500m Sprint zum Sieg.
11:15 / 10km, zwei Runden von Anfang an allein einen runden Lauf GA2 in 17:30min und 17:57min also in 35:27min.
Eine Brezel wie in Darmstadt und trinkwarmen Tee - familiäre Atmosphäre. Auslaufen von Start und Ziel ins Vereinsheim zum Duschen und zur Siegerehrung.
So macht laufen Spaß, auch wenn man um 6 Uhr dazu aufsteht.

24.11.2008 | Fernduell mit EM-Quali
in Helstorf statt in Damstadt
Schlechte Nachricht zuerst - ich kann diesmal nicht DLV Cross-EM Ersatzmann sein!
Mit meiner verletzungsbedingten Alternative: Helstorfer Sand/Wurzeln statt Darmstädter Wiesengelände ging eine sechjährige Serie zu Ende.
Gute Nachricht nach sechswöchiger Wettkampfabstinenz und Laufpause gelang über 9,3km in 30:38 min ein konkurrenzloser Wiedereinstieg in die WM-Saison 09. Noch getapet, konnte ich auf den vier Runden bei eisigen Temperaturen und unterschiedlichem Untergrund (teilweise riesigen Pfützen) einen gelungen Steigerungslauf im Alleingang absolvieren.
Vermeintliche Ursache für die Einschränkungen seit Juli 08 waren im Endeffekt wohl gesponsorte Schuheinlagen. Fatal, während ich mich ohne allseitiges "Wehweh" durch die Saison quälte, blieb die Konkurrenz teilweise sogar ohne Laufleistung in aller Munde und damit im Laufgeschäft.
Weiterhin einzige Alternative und legendäre Devise bleibt: "Allein ist der Mann!"
Vier Wochen habe ich Zeit mir mein Trainingslager zu verdienen. Wo, darüber schweigt sich TT aus! Soviel war zu vernehmen: Gesucht wird ein Silvesterlauf im Ausland, dann geht es solo und "unisono" mit Cross statt Halle und Volldampf ins Frühjahr - Trainingslager. (Umfang und Intensität hängt vom Sponsor ab!)
Zwei Testläufe sind noch in 2008 geplant:
   - 30.11. Syke-Weyher oder Bothel
   - 07.12. SZ-Bad (Adventslauf an meinem Uni-Standort).


Oktober 2008

12.10.2008 | Trainingslager im Harz
Ok - wenn Du heute von 8:00 bis 11:00 Uhr beim 31. Harz-Gebirgslauf in Werningerode am Start warst - hast Du alles richtig gemacht!

Top-Wetter, strahlender Sonnenschein - nun ja und den gestrigen Tag hast Du bei 20°Grad selber erlebt. "Im Frühtau zu Berge" - Läuferherz, was willst Du mehr?
Allein die Streckenprofile sind nichts für spezialisierte Track & Field Asse - da sollte einer Anmeldung ein Trainingslager vorausgehen.
Wenn nicht jetzt, wann dann - so lautet mein völlige unkommerzialisierter Tipp für Bestzeiten im nächsten Jahr.

06.10.2008 | "Ach, du dickes Knie"
Bahnabschluss mit Meilensaison-Bestzeit - glatt 4:21,00 min, am 3.10.2008, dem nationalen Feiertag, allein im Gegenwind von Halberstadt gelaufen.

Nun hat mich der Chondropathia patellae (Knieschmerz) befallen, offensichtlich hat sich das Gelenk um den Oberschenkelknochen und die Kniescheibe maßlos geärgert.
Vermutlich durch gleichzeitige längere Belastungen im Gelände. Also mal wieder Trainingspause mit "Hot-Ice", Date beim Physiotherapeuten und hoffentlich schnellem Heilungserfolg.
Oder... war der Auslöser plötzliches, stundenlanges Sitzen auf harten UNI-Bänken ohne körperliche Lockerungseinheiten. Es könnte aber auch eine physikalische-chemische Reaktion sein: Unterkühlte Muskulatur und Kälte bremsen den funktionellen Stoffwechsel. Über verlangsamte Nährstoffversorgung und Schadstoffabtransport ist das Gleitlager und die Gelenkflüssigkeit für die Knorpelschicht beeinträchtigt. Zwangsläufig ist eine Anfälligkeit für ein Überbeanspruchungssyndrom vorprogrammiert. Das Knie ist eine prägnantes Angriffsstelle.
Soviel zur Weisheit und Philosophie im Umgang mit ärgerlichen Tatsachen.
Alles zu spät - egal - kommt Zeit, kommt Rat!


September 2008

17.09.2008 | Mein "Weltfinale" in Breda
17:00 Uhr Sonnenschein/Wind/Kälte = 8 0 0 m - Serie 1 van 4

Beim Trackmeeting in Breda/NL - gute Erinnerungen an die EM/2005 in Tilburg wurden schon bei der Anreise wach. Habe schon 555 km mit dem Auto hinter mir - noch 800m - und dann geht es 555 km zurück.
"Beritt maaken" Eens, zwee, dree keiner hat "Raabe" etwas von einem spanischen Hasen (Tempomaaker namens Evert van Nightever) erzählt. Zwei Läufer sind nach 400m in 52 Sekunden dem Feld enteilt. Okay, also ab 500m muss ich allein vorweg auf Platz 2 und diesen behalte ich zeitgleich in Saisonbestzeit von 1:54,47 min. Immerhin die 4. SB im 4. Rennen.
Der Lauf 2 war in 1:50,71 min zum Schluß etwas schneller. Die ersten zehn Plätze teilten sich 6 Nationen. Schade der Lauf hätte mir mehr Mölichkeiten geboten.

Hopelijk zien we op volgend jaar!


August 2008

23.08.2008 | Fotoshooting mit "Sport-BILD"

In der vergangenden Woche stand mit einem Fotoshooting für die Sportzeitschrift "Sport-BILD" mal etwas anderes auf meinem Trainingsplan. Allerdings diesmal nicht auf der Laufbahn, sondern in Gelände. Dafür eignete sich natürlich am besten das nahe gelegene Gelände an der Pferderennbahn in Bad Harzburg. Nach rund 1 1/2 Stunden Läufe bergauf bzw. bergab sowie der Kameraposition und der richtigen Wahl der Lichtverhältnisse, waren einige super gelungene und dynamische Bilder im Kasten.
In der Gallerie sind ein paar Auszüge aus dem Posing zu sehen.
Juli 2008

28.07.2008 | DM-Ergebnis nicht "sonnig"
Platz 10 im Finale 1500m in 3:59min bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen.

Wechselbad von Wetter und Gefühlen durchzogen den diesjährigen Start bei Vorlauf und Finale. Im Vorlauf bei Regenwetter in 3:50;83min als 9.ter ins Finale eingezogen. Im Finale bei sommerlichen Temperaturen bestätigte sich nicht der Aufwärtstrend. Im Pulk bis 1000m in 2:51min verpasste ich den Antritt und fand mich bei 350m vorm Ziel plötzlich als Letzter wieder.
Immerhin die Favoriten mit Hengmith, Zauber und Loy waren entsprechend der gemeldeten Zeiten vorn. Nur Lenz und Raabe fielen aus dem Rahmen. Die Welt von 2 Sekunden fehlten, um auf Platz 3 das vorgezogene Geburtstagspräsent zu erreichen!

07.07.2008 | 5.Wüstenrot-Ferienlauf
DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 07. Juli 2008
Johannes Raabe sorgt in Lemwerder über die Fünf-Kilometer-Distanz für ein Highlight

Lemwerder. Während die Sieger Birgit Niemann-Scheffel und David Karl beim 5. Wüstenrot-Ferienlauf um ihren Gesamtsieg im Hauptlauf kämpfen mussten waren die fünf Kilometer eine Laufdemonstation. Mit Johannes Raabe aus Hannover stellte sich einer der besten deutschen Nachwuchsmittelstreckler in Lemwerder vor. Wegen seiner nur um eine Sekunde über die 1.500 Meter verpassten DM-Teilnahme in Nürnberg fand Johannes Raabe an seinem "freien Wochenende" den Weg an die Weser. "Jetzt sind die deutschen Junioren-Meisterschaften mein Ziel. Die Volksläufe nutze ich als Auflockerung des Trainings und zeh Kilometer sind mir dafür zu lang", begründete der HAnnoveraner seinen Start über die fünf Kilometer statt die Konkurrenz im Hauptrennen zu fordern. Im Alleingang sprang so eine starke Endzeit von 15:11 Minuten heraus. Hinter Raabe folgten mit Julien Hörig (18:32) und Fabian Schmidt(18:44) zwei schnelle A-Schüler aus Wilhelmshaven und Verden.

02.07.2008 | Step by step
Kurzzeitig war meine Homepage nicht besetzt! Gemerkt???
Das lag daran, dass ich die Runden der Stadien im Westen, Norden, Osten und Süden abgelaufen bin und zwischendrin noch meine Klausuren an der Fachhochschule geschrieben habe.

Kurze Ergebnisauflistung:
- 18. Juni in Wenden über 1500m 3:49;35min (SB) gelaufen und mit    3/100sek Sieger vor Simon Huckestein
- 22. Juni in Rostock (NDM) Vizemeister über 1500m, aber diesmal    vor Andreas Kuhlen
- 27. Juni beim Zeulenroda Meeting über 1000m bei 2:28min ins Ziel    gekommen (ohne den starken Wind geht es schneller)
- 28. Juni in Biberach über 1500m 3:48;85min (SB) gelaufen. Hinter    Russen, Britten und Kenianern 13ter geworden. Aber auch zwei    88ger waren schnell, Arthur Lenz mit 3:43;85min und der Ungar    Peter Szemeti mit 3:41min.

Nun bin ich aber frei und bereit für neue Ziele!
Juni 2008

16.06.2008 | Enges Ding in Bremen
Andreas Kuhlen erneut verdienter Sieger über die 1500m in 3:55min.
Am vergangenen Wochenende fanden die Niedersächsischen Landesmeisterschaften in Bremen statt. Beim taktisch-geprägten Lauf über die 1500m entschieden die letzten Meter über Sieg oder Niederlage. Nach einem verbummelten Rennen eröffnete Andres Kuhlen 200m vor dem Ziel den Endspurnt. Dabei konnte er mir ein paar Meter entwischen, da ich den bis dahin führenden Daniel Gruber noch in der Kurve überholen musste. Doch auch am Ende konnte er diesen Vorsprung ins Ziel retten und war knapp 1 Sekunde vor mir im Ziel.

Allerdings gab es bei dieser Veranstaltung mal wieder Gründe zum Kopfschütteln. Schließlich wurde die Meisterschaft mit "Callroom" wie eine Deutsche Meisterschaft aufgezogen. Wobei einige Athleten darunter zu leiden hatten. Aber auch die fehlende Laufeinteilung bei 19 Startern konnte so manch einer nicht recht verstehen, da im Regelwerk nur maximal 18 Läufer in einem Feld laufen dürfen.

Trockener Kommentar von TT: "Da wäre ich ja fast nur zum Kaffetrinken nach Bremen gefahren, wäre da nicht noch mein 30 Minuten Training an der Weser gewesen!"

13.06.2008 | Mit Vizemeistertitel zufrieden?
Das letzte Wochenende kann man nicht als das erfolgreichste meiner Karriere bezeichnen.
Beim Askina-Meeting in Kassel herrschten top Bedingungen. Offensichtlich war aber mein Stress bedingt durch die 38 Läufer des A- und B-Laufes um 19 Uhr beim Warm machen zu groß. War die 800m Zeit und der 5. Platz im Läuferfeld noch akzeptabel, stand im Ziel bei massenhaft fallenden Bestzeiten um 3:45min (C.Hengmith, F. Zauber, B. Fredrich, D. Lipus) fest: "kann derzeit nicht mithalten."
Einen Tag später bei der IDHM in Tübingen konnte ich meine Zeiten ebenfalls nicht erreichen. Immerhin verlor ich gegen Christian Glattling (Uni Bochum), der in 4:01min gemeldet hatte und mich in einem Steigerungslauf in 3:55min düpierte.
Fazit: der Rennstart war pünktlich und ohne Verzögerung - alleine ich war dieses Mal zu spät.

01.06.2008 | Anhalt 2008 in Dessau
28. Mai Start 20:40 Uhr - 1500m B-Lauf - plus 55 Minuten Zeitverzug
also Zieleinlauf plus 3:50 Minuten um 21:38 Uhr!!
Kommentar Poschmann:
"Die Pfeife geht nicht elektronisch!"
Live Ticker aus dem Läuferfeld:
Nach 120m bringt mich das Warten auf den Tempomacher des SC Magdeburg fast zu einem Sturz. (Franek Haschke kommt im A-Lauf erst gar nicht so weit - zwei Kenianer wollen als Duo bei Meter 2 sein und Franek rollt bodenturnermäßig über die Startlinie)
Inzwischen ist der Zug der Magdeburger mit Arthur Lenz weit vorn und ich an 7. Position. Zweite Runde läuft glatt - ich fühle mich gut hinter Benjamin Friedrich auf Platz 5. Bei 1200m kommt Bewegung ins Feld - Rico Schwarz stürmt nach vorn, ich gehe mit und Arthur bricht ohne Tempomacher ein. Auf der Zielgeraden an Christian Gehrke vorbei und mit dem Ziel Benjamin Friedrich, aber Ziellinie kommt 21 Hunderstel früher. Am Ende 3. Platz in 3:50,25min (SB).
Rennbeurteilung Bundestrainer:
"Schade, dass nur Arthur das Tempo vorn angenommen hat!"
Nicht ganz geklärt der Mückenauftritt vor und nach dem Lauf:
Laktatwertmessung oder Antidopingagentur?
Irgendwie muss die "Spritze" nicht ganz sauber gewesen sein. Mitbringsel aus Dessau mindestens einen weiteren mückenbedingten Muskel :)
Mit linksseitiger Verstärkung beim Sparkassen-Meeting in Hannover am Folgetag über 800m nicht wesentlich schneller.
Start 16:40 Uhr - 800m A-Lauf - plus 45 Minuten und 1:58
im Ziel 47:26 Uhr! Platz 7
Werbung: Suche Mittelstreckenstart ohne Zeitverzug!!!
Nächster Start beim Askina-Meeting in Kassel am 06.06.
Mai 2008

13.05.2008 | Dit & Dat...
Moin, Moin...
12 Tage Ost- und Nordseetrainingslager beim härtesten Trainer der Leichtathletik-Weltliga (Top-Trainer = TT) sind um.
Zuerst hat TT wohl gedacht, TT kann mich beim DLV abgeben: 1000m-Läufe, Tempo-Dauerläufe und 15km lange Läufe und mehr. Was übrig, blieb war "Hase und Igel"-Training, sprich Raabe & Raabe und ein Übersoll mit Laktat von 13,1! Okay, der DLV war fünf Tage vorher und fünf Tage länger da. TT-Kommentar "guter Durchschnitt - Johannes".
Dann war ich mal 2 Tage mit der Fachhochschule bei ADIDAS zum Einkleiden und Kantinen-Essen.
Da mein TT über Pfingsten frei hatte, gab TT mich bei verschiedenen Veranstaltungen ab. Samstag in Zeven sollte ich Saisonbestzeit laufen. Hat geklappt 3:53;95min. Übernachtung im Ring Hotel "Paulsen" - Danke, LAV Zeven - Eh, die Angestellten im Hotel waren super nett - da kann der Chef stolz sein.
800m wurden Sonntagabend in Zeven gelaufen - ich kam als 5ter mit 1:55;25min nicht ganz mit. Gratulation dem Sieger, Andreas Kuhlen, in 1:51;60min für ein schnelles Rennen.

Hoppla TT wäre nicht TT - 25 Stunden Regeneration in VBPH I bei Top-Wetter - also 1500m hat was mit Meile zu tun. Davon gab es in Bremerhaven am Pfingstsonntag 6sm - immerhin gewann ich dort in 3:45min pro km! Den Ehrenpreis wollten sie allerdings einsacken. Naja, muss man nicht wiederholen.
Pfingstmontag hatte TT dann noch auf der halben Strecke ein Überraschungspaket in Burgdorf parat (Autobahnhinweis seit Monaten - Ortsdurchfahrt gesperrt). Mein Auslaufen 5,5km Platz 1. in 17:48min prämiert mit Urkunde und Fahrradcomputer. Okay TT ist bei meinen langen Strecken tapfer ins Ziel gekommen.


>>> Wie geht es weiter:
Am 14.Mai starte ich (Rekordinhaber) im Jahnstadion von Osterode über die 800m.
Wer kommt noch? Ziel SB!
April 2008

14.04.2008 | Maschseestaffel
SV Eintracht Hannover gewinnt Maschseestaffel
Wie auch schon im letzten Jahr war ich am vergangenem Wochenende wieder bei der Maschseestaffel für den SV Eintracht im Einsatz. Bei der 94. Auflage der Staffel konnten wir unseren Vorjahressieg wiederholen!
Copyright ©2008 Johannes Raabe
Geschwister-Scholl-Ring 39
38667 Bad Harzburg